30 Sekunden Werbung kosten im Fernsehen manchmal mehr als ein Auto. Trotzdem steckt fast in jedem Spot Musik – weil sie wirkt: Sie holt deine Aufmerksamkeit, macht Stimmung, und ein guter Jingle bleibt jahrelang im Kopf. In diesem Modul findest du heraus, wie das gemacht wird – und baust am Ende deinen eigenen Spot.
Leg dir einen Code an, zum Beispiel mia-9b. Dann werden deine Antworten und dein Werbespot gespeichert.
Kernlehrplan Musik, Sekundarstufe I (Gymnasium NRW)
Inhaltsfeld 3: Verwendungen
Inhaltlicher Schwerpunkt: Musik im funktionalen Kontext: Musik in der Werbung
Kompetenzerwartungen bis zum Ende der Sekundarstufe I
Rezeption – Die Schülerinnen und Schüler
Produktion – Die Schülerinnen und Schüler
Reflexion – Die Schülerinnen und Schüler
Wortlaut der Kompetenzerwartungen: Ministerium für Schule und Bildung NRW (Hrsg.): Kernlehrplan für die Sekundarstufe I – Gymnasium in Nordrhein-Westfalen. Musik. Heft 3406, Düsseldorf 2019. Der Lehrplan vergibt keine Kennungen für einzelne Kompetenzerwartungen; zitiert wird deshalb nach Kompetenzbereich und Inhaltsfeld.
Alle Lösungen lassen sich einblenden. Die Codes zeigen, wer wie weit ist; die Werbetexte und Begründungen lassen sich lesen und drucken.
Echte Spots liegen nicht im Modul – sie sind urheberrechtlich geschützt. Legen Sie eine Datei mit einem der folgenden Namen
in werbung/medien/ auf dem Server ab, erscheint sie im Unterricht als eigener Abspieler (erlaubt sind .mp4, .m4v, .webm, .mp3, .m4a).
Sonst bleibt die Stelle im Modul einfach ein Arbeitsauftrag „gemeinsam im Unterricht ansehen“.
etwa 25 Minuten
Werbeleute denken in vier Schritten:
Die Musik hilft bei allen vier Schritten mit.
Wähle ein Produkt und hör dir dieselbe Szene mit verschiedener Musik an. Achte darauf, wen die Musik anspricht und was sie über das Produkt behauptet.
etwa 30 Minuten
Ein Jingle ist ein kurzes Musikstück mit dem Namen des Produkts – oft nur vier Takte. Ein Sound-Logo ist noch kürzer: zwei bis drei Töne, die eine Firma wie eine Unterschrift benutzt.
Vier selbst gemachte Jingles. Hör sie an – unten siehst du den Melodieverlauf mitlaufen.
Tipp auf einen Jingle.
Hör genau hin: Wie bewegt sich die Melodie? Acht Runden – für den Haken brauchst du 6 richtige.
etwa 25 Minuten
Im Spot arbeiten drei Ebenen zusammen: das Bild, die Sprache (Sprecher, Slogan) und die Musik. Nimm eine davon weg – und die Werbung sagt etwas anderes.
Wenn der Sprecher redet, verschwindet die Musik meist nicht, sondern wird nur leiser und läuft unter dem Text weiter. Dafür gibt es ein Fachwort: Underscoring. Man hört sie kaum bewusst – und spürt sie trotzdem.
Derselbe Spot, drei Schalter. Was fehlt, wenn du etwas ausschaltest?
Ein Produkt, drei Zielgruppen. Hör den Unterschied – und achte darauf, was sich in der Musik ändert: Tempo, Instrument, Rhythmus.
etwa 25 Minuten
Wer Musik schreibt, hat daran ein Urheberrecht. Wird die Musik in einer Werbung benutzt, muss die Firma dafür bezahlen – und zwar erst recht, weil damit Geld verdient wird.
Ertappt? Nach dem dritten Mal singt man mit. Genau das ist der Plan.
Echte Werbespots gehören ihren Firmen und dürfen hier nicht eingebaut werden. Deine Lehrkraft kann sie im Unterricht zeigen – dazu gibt es unten eine Liste mit Beispielen. Achte beim Ansehen auf: Sound-Logo, Jingle, Tempo, Instrumente, Zielgruppe.
etwa 45 Minuten
Jetzt bist du die Werbeagentur. Wähle ein Produkt, eine Zielgruppe und die passende Musik, schreib einen Slogan – und hör dir deinen Spot an. Am Ende speicherst du die Musik als MP3 und druckst dein Storyboard.
Die MP3 enthält deine Musik. Den Slogan spricht das iPad live dazu – sprich ihn beim Vorspielen einfach selbst, das klingt sowieso besser.
Mit deinem Code liegen deine Antworten und dein Werbespot im musikwerkzeug. Du kannst am nächsten iPad weiterarbeiten – einfach denselben Code wieder eingeben. Mindestens 4 Zeichen, nur Buchstaben, Zahlen und Bindestriche.